ankommen.app - Wie beantrage ich Asyl?

Navigation und Service

ASYL, AUSBILDUNG, ARBEIT

Asylverfahren

Wie beantrage ich Asyl?

Asylbewerber im Wartebereich

Nach der Registrierung und Ankunft in der Aufnahmeeinrichtung erhalten Sie einen Termin beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Ihren Asylantrag müssen Sie dort persönlich stellen, Sie können ihn nicht per Post schicken. Wie lange es dauert, bis Sie einen Anhörungstermin bekommen, kann man nicht genau sagen. Womöglich müssen Sie sich länger gedulden. An dem Gespräch wird auch eine Dolmetscherin oder ein Dolmetscher teilnehmen.

Was passiert im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge?

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge nimmt Ihre persönlichen Daten auf. Wenn Sie noch keinen Ankunftsnachweis besitzen, werden Sie  fotografiert und Ihnen werden Fingerabdrücke abgenommen. Kinder unter 14 Jahren sind hiervon ausgenommen.

Bitte bringen Sie zur Antragstellung Ihr Ausweisdokument mit (entweder die Anlaufbescheinigung oder Ihren Ankunftsnachweis) sowie den Brief des Bundesamts mit der Einladung zum Termin.

Bringen Sie auch alle Ausweise und Beweismittel mit, die für Ihren Asylantrag wichtig sind oder die belegen, warum Sie aus Ihrem Herkunftsland fliehen mussten. Das können Ihr Pass, Geburtsurkunde und Reiseunterlagen sowie Fahrscheine sein, oder Fotos, Schriftstücke von der Polizei oder anderen Behörden, gegebenenfalls auch ärztliche Atteste sein.

Sie sind verpflichtet, dabei zu helfen, Ihre Identität nachzuweisen. Wenn Ihnen das nicht gelingt, wird Ihre Herkunft zum Beispiel durch eine Sprachanalyse ermittelt.

Was werde ich bei der Stellung meines Asylantrags gefragt?

Bei dem Gespräch zum Asylantrag werden Ihnen im Beisein einer Dolmetscherin oder eines Dolmetschers unter anderem folgende Fragen gestellt: Personalien, Wohnort, Schul- und Ausbildung, Familienangehörige im Herkunftsland, Sprachkenntnisse, Reiseweg.

Zu Ihren Asylgründen befragt man Sie erst später bei der persönlichen Anhörung.

Sie bekommen dann vom Bundesamt für die Dauer des Asylverfahrens eine Aufenthaltsgestattung. Das ist ein Ausweisdokument, das sie immer bei sich tragen und bei Kontrollen der Polizei vorlegen müssen. Die Aufenthaltsgestattung berechtigt Sie, bis zur Entscheidung über den Asylantrag in Deutschland zu leben und unter bestimmten Bedingungen zu arbeiten.

Kann ich mit der Aufenthaltsgestattung endgültig in Deutschland bleiben?

Eine Aufenthaltsgestattung bedeutet noch nicht, dass Sie für immer in Deutschland bleiben können. Sie dient Ihnen nur für die Dauer des Asylverfahrens als Ausweis.